Akademie Musiktheater heute

Über die Akademie

Die Akademie Musiktheater heute (AMH) bietet jährlich bis zu 15 jungen Talenten aus den Bereichen Bühnen- und Kostümbild, Dirigieren, Dramaturgie, Komposition, Kulturmanagement, Libretto/Text und Regie die Möglichkeit, in einem zweijährigen Programm ihre Kenntnisse im Bereich der künstlerischen Gestaltung sowie des Managements von Musiktheater zu vertiefen und Erfahrungen in der Praxis zu sammeln.

Entstanden ist die Akademie aus einer Initiative des Dirigenten Titus Engel und des Musikwissenschaftlers Viktor Schoner. Zusammen mit dem damaligen Leiter der Salzburger Festspiele, Gérard Mortier, entwickelten sie Ende der 1990er Jahre das Konzept einer Akademie Musiktheater heute – Berlin-Salzburg. 2001 wurde die Idee der Akademie von der Deutsche Bank Stiftung als operatives Projekt übernommen und seitdem immer weiter entwickelt und ausgebaut.

Die AMH schließt eine Lücke in der Nachwuchsförderung im Musiktheaterbereich und hat sich dort als feste Größe etabliert. Der Netzwerkgedanke kommt von Jahr zu Jahr mehr zum Tragen: Zahlreiche Alumni und aktuelle Stipendiatinnen und Stipendiaten arbeiten an renommierten Häusern oder sind als Freischaffende tätig. Einige besetzen leitende Positionen an internationalen Opernhäusern und Festivals.

Jury 2020

Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten übernimmt eine jährlich wechselnde Fachjury.

© Tobias Kruse/OSTKREUZ

Tatjana Gürbaca

Jurorin Regie

Tatjana Gürbaca ist seit 2001 als freischaffende Opernregisseurin tätig. Von 2011 bis 2014 war sie Operndirektorin am Staatstheater Mainz, wo sie auch regelmäßig inszenierte. Das Spektrum ihrer Produktionen reicht von Opern des Barock bis hin zu zeitgenössischen Musiktheaterwerken. Engagements führten sie u. a. an die Staatsoper Unter den Linden, die Deutsche Oper Berlin, das Prinzregententheater München, die Oper in Nowosibirsk und zum Lucerne Festival. Sie studierte Regie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und besuchte Meisterkurse u. a. bei Ruth Berghaus und Peter Konwitschny. 2000 gewann sie den internationalen Regiewettbewerb RING AWARD in Graz. Für ihre Parsifal-Inszenierung an der Vlaamse Opera in Antwerpen wurde sie 2013 von der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zur „Regisseurin des Jahres“ gekürt und 2014 in London mit dem International Opera Awards in der Kategorie „Beste Opernproduktion“ ausgezeichnet.

© Thomas Steinlechner

Ursula Kudrna

Jurorin Bühnen- und Kostümbild

Ursula Kudrna ist als freischaffende Kostümbildnerin tätig. Sie studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien. Seit 2003 entwirft sie Kostüme für zahlreiche Musiktheaterproduktionen, u. a. für die Semperoper Dresden, die Komische Oper Berlin, die Mailänder Scala, das Michailowski-Theater in St. Petersburg oder die Wiener Festwochen. Dabei arbeitete sie bei mehreren Inszenierungen mit Regisseuren wie Philipp Stölzl, Lydia Steier und Jürgen Flimm zusammen. Die Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt kürte Ursula Kudrna 2019 zur „Kostümbildnerin des Jahres“. Sie überzeugte mit ihren Kostümen, die „zeichenhaft Geschichten erzählen“, wie die Märchen- und Zirkuskostüme für Mozarts Zauberflöte (Regie Lydia Steier) bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele, aber auch mit durch Pieter Bruegel inspirierten Gestalten in Beat Furrers Violetter Schnee (Regie Claus Guth) an der Staatsoper Unter den Linden

© Bernhard Ludewig

Ann-Christine Mecke

Jurorin Dramaturgie

Ann-Christine Mecke ist seit der Spielzeit 2020/2021 Dramaturgin an der Wiener Staatsoper und zudem seit 2003 freischaffend tätig. 2022 übernimmt sie die Leitung des Musiktheaters am Stadttheater Gießen. Sie arbeitete von 2014 bis 2018 als Dramaturgin an der Staatsoper Stuttgart und von 2010 bis 2014 als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Musikdramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. In der Spielzeit 2008/2009 war sie Konzertdramaturgin beim Philharmonischen Orchester Heidelberg. Sie promovierte im Fach Musikwissenschaft mit einer Arbeit über Johann Sebastian Bachs Chorpraxis. Ihr Studium der Philosophie, Musikwissenschaft und Physik führte sie nach Hamburg, Göttingen und Heidelberg. Von 2005 bis 2007 war sie Stipendiatin der Akademie Musiktheater heute.

© Matthias Baus

Carolin Nordmeyer

Jurorin Dirigieren

Die Dirigentin Carolin Nordmeyer war bis 2017 an den Theatern Bielefeld und Augsburg als Zweite Kapellmeisterin und Studienleiterin engagiert. Hier dirigierte sie ein breites Repertoire von Frühbarock über italienisches und deutsches Kernrepertoire bis zur zeitgenössischen Uraufführung. Neben ihrer dirigentischen Tätigkeit verfolgt sie mit Leidenschaft die Entwicklung musikvermittelnder Formate. Carolin Nordmeyer konzipiert, dirigiert und moderiert Kinder-, Jugend- und Gesprächskonzerte u. a. beim Beethoven Orchester Bonn. Seit 2013 ist sie Leiterin des Akademischen Sinfonieorchesters München und seit 2018 des Schwäbischen Jugendsinfonieorchesters. Am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg hat sie einen Lehrauftrag für Ensembleleitung und Werkstudium inne. Sie studierte Dirigieren, Horn und Korrepetition an der Hochschule für Musik Detmold und am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris. Von 2006 bis 2008 war sie Stipendiatin der Akademie Musiktheater heute.

© Tom Hayes

Karola Obermüller

Jurorin Komposition

Karola Obermüller ist freischaffende Komponistin und Professorin für Komposition an der University of New Mexico. Sie promovierte an der Harvard University im Fach Komposition und studierte zuvor in Darmstadt, Nürnberg, Saarbrücken und am Mozarteum Salzburg. Karola Obermüller war Gastkünstlerin am ZKM I Zentrum für Kunst und Medien , der Deutschen Akademie Rom, am Centro Tedesco di Studi Veneziani, der Akademie Schloss Solitude und am Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique (IRCAM). Zum Schaffen der mit dem Darmstädter Musikpreis ausgezeichneten Komponistin zählen u. a. Opernwerke für das Staatstheater Nürnberg, das Theater Bielefeld, das Theater Bonn, Musik der Jahrhunderte (Stuttgart) sowie Auftragswerke für die Ernst von Siemens Musikstiftung, National Endowment for the Arts, Fromm Music Foundation, New Music USA und zahlreiche Rundfunkanstalten, Solistinnen, Solisten und Ensembles. 2021 wird Karola Obermüller den Heidelberger Künstlerinnenpreis erhalten. Von 2006 bis 2008 war sie Stipendiatin der Akademie Musiktheater heute.

© Werner Kmetitsch

Nora Schmid

Jurorin Kulturmanagement

Nora Schmid ist seit der Spielzeit 2015/2016 geschäftsführende Intendantin der Oper Graz. Davor war sie von 2010/2011 bis 2014/2015 Chefdramaturgin an der Semperoper Dresden und ab 2012 zusätzlich mit den Aufgaben der Persönlichen Referentin der Intendantin Dr. Ulrike Hessler betraut. Nach dem Tod von Dr. Ulrike Hessler im Juli 2012 gehörte sie zur geschäftsführenden Interims-Intendanz der Semperoper Dresden. Von 2007 bis 2009/2010 arbeitete sie als Dramaturgin für Oper und Konzert am Theater an der Wien, davor als Musiktheaterdramaturgin am Theater Orchester Biel Solothurn. Sie studierte Musikwissenschaft und Betriebswirtschaft in Bern und Rom und war als Assistentin bei Prof. Anselm Gerhard am Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern tätig. Neben ihrer Jurytätigkeit für verschiedene internationale Gesangswettbewerbe und den RING AWARD wurde Nora Schmid 2018 in das Board of Directors von Opera Europa gewählt.

© Armin Bardel

Kristine Tornquist

Jurorin Libretto

Kristine Tornquist ist Künstlerin, Autorin, Librettistin und Regisseurin. Sie schloss eine Goldschmiedelehre und ein Metallbildhauereistudium an der Universität für Angewandte Kunst Wien ab. Sie arbeitete mit zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern zusammen und gründete Künstler- und Theatergruppen, so u. a. 2000 zusammen mit Jury Everhartz das sirene Operntheater. Kristine Tornquist verfasste bislang über 50 Libretti, die vertont wurden, Theaterstücke und Prosatexte. Sie inszenierte über 70 Opernuraufführungen und Kurzopern. 2020 wurde in der Kammeroper des Theaters an der Wien ihre Genia (vertont von Tscho Theissig) uraufgeführt, beim Carinthischen Sommer Jeanne – Prolog für die Filmoper Jeanne d‘ Arc von Johannes Kalitzke und für das sirene Operntheater inszenierte sie die sieben Uraufführungen des Festivals Die Verbesserung der Welt, für das sie auch zwei Libretti verfasste – Ewiger Frieden (Musik Alexander Wagendristel) und Durst der Hyäne (Musik Julia Purgina).

Kuratorium

Das Kuratorium besteht aus Gründungsmitgliedern der Akademie Musiktheater heute (AMH) und bedeutenden Persönlichkeiten des europäischen Musiktheaters.

Titus Engel

Freischaffender Dirigent

Sergio Morabito

Opernregisseur, designierter Chefdramaturg der Wiener Staatsoper, derzeit dort im Vorbereitungsteam der designierten Direktion

Karoline Gruber

Freischaffende Opernregisseurin, Professorin für Szenischen Unterricht an der Universität Mozarteum Salzburg

Enno Poppe

Freischaffender Komponist, Dirigent, Leiter des ensemble mosaik

Johannes Harneit

Komponist, Dirigent, Pianist, Chefdirigent der Sinfonietta Leipzig und des Belgrader Nationaltheaters

Heike Scheele

Freischaffende Bühnenbildnerin für Schauspiel und Oper

Christian Jost

Freischaffender Komponist und Dirigent

Viktor Schoner

Designierter Intendant der Oper Stuttgart

Bernd Loebe

Intendant der Oper Frankfurt

Magazin con moto

Das Magazin con moto erschien bis 2018 jährlich zum Festakt der AMH. Es diente den Mitgliedern als Jahresrückblick.

 

 

Akademie Musiktheater heute

Ein Projekt der Deutsche Bank Stiftung
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Die Deutsche Bank Stiftung ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts mit Geschäftsstelle in Frankfurt am Main. Sie ist im Stiftungsverzeichnis Berlin eingetragen.

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