A Safe and Special Place Warum Musiktheater heute?
Statements
Musiktheater ist für mich das Zusammenspiel von Raum, verschiedensten Klängen, Körpern und Stimmen und die rhythmische Komposition dieser Elemente. In der Arbeit mit Sängerinnen und Sängern suche ich nach der Verletzlichkeit der Stimme, nach Unmittelbarkeit und der Möglichkeit, Dinge im Moment entstehen zu lassen. Der Gesang soll für den jeweiligen Bühnenmoment und die Figur, aus der heraus der Gesang entsteht, lebendig werden. Statt der Reproduktion eines musikalischen Idealbildes finde ich es spannend, wenn die Sängerin oder der Sänger einen entscheidenden individuellen Einfluss auf die Ausgestaltung der Partie nimmt und man untersucht, welchen Einfluss der Charakter der Figur auf die Singweise hat. Neben der klassischen Besetzung bringe ich gerne unterschiedliche künstlerische Sprachen zusammen und arbeite daher auch mit gemischten Darstellerensembles wie in meiner »Hip-Hop-Oper«, in der Tänzerinnen und Tänzer, klassische Sängerinnen und Sänger, Rapperinnen und Rapper und Beatboxerinnen und Beatboxer aufeinandertrafen.
Alicia Geugelin, Regisseurin »Lilith«

»Musiktheater kann als Kunstform und Institution, die das Verständnis untereinander fördert, einen entscheidenden Teil zur Gesellschaft beitragen, indem es in unterschiedlichen Formen Ort für Begegnung ist. In großen, kleinen, neuen und Repertoirewerken versuche ich eben diese Orte der Begegnung zu schaffen, Dialoge zu führen und zu ermöglichen, und in neuen Raum- und Erzählweisen starke, dreidimensionale Charaktere in klarer Ästhetik und einem erlebbaren Gesamtkunstwerk begegnen zu lassen.«
Carmen C. Kruse, Regisseurin »A Safe and Special Place«

»Die Oper soll von ihren eigenen Beschränkungen emanzipiert werden. Wir als Kulturmanagerinnen und -manager tragen die Verantwortung, um diese Änderungen zu ermöglichen und die Künstlerinnen und Künstler zu ermutigen, etwas Neues zu unternehmen.«
Marie-Louise Stille, Kulturmanagerin

»Musiktheater heute ist mehr als nur eine Form von Theater. Musiktheater lässt Musik mit Szene, Gesang, Tanz, Film, Politik und einer künstlerischen Aussage zu einem Kunstwerk werden. Oper berührt und verzaubert überall auf der Welt, reißt Leute in ihren Bann und kann tagesaktuell sein. Eine gute Inszenierung ist nicht nur eine gute Geschichte, sondern eine Aussage. Jede Regisseurin und jeder Regisseur muss heute genau selektieren, ob sie oder er das Publikum durch Konfrontation zum Nachdenken, durch Humor zum Lachen – und ihnen dabei einen Spiegel vorhält – oder sie zum Weinen bringt, da die Bilder Erinnerungen, Emotionen und Erstaunen auslösen. Egal wie, Musiktheater muss sich auf den übertragen, der der wichtigste Begleiter ist: den Zuschauenden.«
Nils Braun, Regisseur »Wiener Ménage«
close von oben nach unten: Alicia Geugelin, Carmen C. Kruse, Marie-Louise Stille und Nils Braun © Hansjörg Rindsberg
Kontext Der Festakt 2019 der »Akademie Musiktheater heute« (AMH) findet in Kooperation mit dem Ensemble Modern und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main statt.

Die »Akademie Musiktheater heute« ist ein Förderprogramm der Deutsche Bank Stiftung für junge Talente aus dem Musiktheater.
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