Akademie Musiktheater heute

“Die Nacht der Seeigel” wird in Hamburg uraufgeführt

Nachricht, Uraufführung

© Jörn Kipping

Die Nacht der Seeigel

Drei Menschen, drei Geschichten: Ein Mann auf der Flucht, eine schwangere Frau, ein uralter Wissenschaftler. Jeder ist in seinem Zeitraum, jeder ist einsam. Jeden treibt die Sehnsucht, die Sorge, die Hoffnung nach Verschmelzung: Ich, du, wir – einsam, zweisam, dreisam. Die Idee der Verschmelzung eröffnet assoziative Denkräume. Auf geheimnisvolle Weise und doch ganz klar stehen alle drei Personen miteinander in Beziehung: Was hat beispielsweise die Theorie des Wissenschaftlers über die Seeigel mit den anderen beiden Menschen zu tun?

© Jörn Kipping

Am 2. Mai 2019 wurde an der opera stabile Die Nacht der Seeigel uraufgeführt. Das Musiktheater entstand in Kooperation der Akademie Musiktheater heute (AHM) der Deutsche Bank Stiftung und der Staatsoper Hamburg. Die AMH-Stipendiatinnen und Stipendiaten des Jahrgangs 2016-2018 entwickelten das Stück im Rahmen des Förderprogramms für junge Talente des Musiktheaters.

Um die Lebensgeschichten dreier Menschen geht es in dem Musiktheater Die Nacht der Seeigel. Ein Mann befindet sich auf der Flucht, eine Frau wird um die Sorge um ihr ungeborenes Kind wachgehalten und ein Wissenschaftler geht seiner Theorie nach, dass der Mensch vor seiner Geburt ein Seeigel war und nach seinem Tod wieder die Gestalt eines Seeigels annimmt. Die drei befinden sich in einer Stadt am Meer, es ist Nacht und sie werden Zeugen einer magischen Überschwemmung. Das Meer steigt und überflutet die Stadt, Seeigel bevölkern den Raum. Die Seeigel verändern alles, vereinen, trennen, löschen, befruchten. Sich selbst, die Welt, die drei Menschen.

Die Komposition wurde von Huihui Cheng, Diana Syrse und Mischa Tangian verfasst und von Mitglieder des Hamburgischen Staatsorchesters zusammen mit dem E-Gitarrist Christian Kiefer unter der musikalischen Leitung von Ingmer Beck und Ulrich Stöcker interpretiert. Luise Kautz, Martin Mutschler, Christina Pfrötschner und Evarts Svilpe schrieben das Libretto für das Stück, in dem sich die Monologe der drei Protagonistinnen und Protagonisten verweben. Valentin Mattka, Rebekka Stange und Thilo Ulrich entwickelten für das Musiktheater ein reduziertes Bühnenbild, das Raum für Assoziationen läßt und die Atmosphäre von sinnlichen, flüchtigen Räumen transferiert.

Die Nacht der Seeigel wird am 9. und 11. Mai 2019 erneut in der Staatsoper Hamburg aufgeführt.

Komposition: Huihui Cheng, Diana Syrse, Mischa Tangian
Text: Luise Kautz, Martin Mutschler, Christina Pfrötschner, Evarts Svilpe
Musikalische Leitung: Ingmar Beck, Ulrich Stöcker
Inszenierung: Luise Kautz, Martin Mutschler
Bühnenbild: Valentin Mattka, Rebekka Stange, Thilo Ullrich
Kostümbild: Rebekka Stange
Dramaturgie: Evarts Svilpe
Dramaturgische Mitarbeit: Christina Pfrötschner
Produktionsleitung: Martina Elmer

Mit: Mann Hiroshi Amako, Frau Na’ama Shulman, Wissenschaftler Ks. Gabriele Rossmanith, Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg

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